FOH-Jobs

...das sind Musikveranstaltungen, bei denen ich hinter dem Mischpult stehe um einen für das anwesende Publikum angenehmen Gesamtsound aus den vielen Einzelsignalen einer Band herauszumischen. So mancher namhafte Toningenieur schwört darauf, das genau das die beste Schule für das Mischen von Audiosignalen allgemein sei.

FOH steht für Front-Of-House, womit die Position gemeint ist, an der sinnvollerweise so ein Mischpult möglichst aufgestellt sein sollte.

Abgesehen davon, das es enorm hilfreich ist, wenn man bei den vielen Köpfen und Reglern so eines Mischpults -vorher- weiß, wie sich der Ton vermutlich verändern wird, wenn man an ihm herumdreht, so ist man oft nicht nur für den Sound des Publikums verantwortlich, sondern sorgt auch dafür, das jeder einzelne Musiker sich in ausreichender Lautstärke selbst hören kann (Monitoring). Als quasi "Audio-Projektleiter" solch einer Veranstaltung ist es aber nahezu unmöglich, es allen beteiligten gleichwohl Recht zu machen. Denn oft genug gehen die Meinungen bzgl. der -ausreichenden- Lautstärke da sehr weit auseinanden. Musiker hören sich nämlich generell -nie- laut genug. Veranstalter bzw. Wirte hätten es oft gern insgesamt viel leiser, weil die Nachbarn sich sonst beschweren und sonstwen herbei rufen könnten. Audiophile Zuhörer fühlen sich so manches mal genötigt, dem "Mischer" (das ist die volkstümliche Bezeichnung des Menschen der am Mischpult steht) ihr subjektives Empfinden mitzuteilen, z.B. das "man das Instrument X ja gar nicht richtig raushören kann", oder das "die Bässe von Instument Y ja gar nicht durchkommen, da musst du unbedingt mal was dran machen". Nur allzu oft dreht man dann im Beisein des Kritikers an einem völlig ubedeutendem und mit dem entsprechenden Tonsignal überhaupt nichts zu tun habenden Regler und guckt ihn danach fragend an: "Besser so?". Die Antwort geht dann oft in die Richtung "Ja, genau das habe ich gemeint, so ist es viel besser....."

Hilfreich ist in solchen Fällen eine angemessene Kleidung. Ich habe die Erfahrung gemacht, das ein entsprechendes T-Shirt hier wahre Wunder bewirken kann:


Angefangen habe ich 2006, wie es manchmal im Leben so kommt, eher zufällig. Das erste Pult war ein Mackie Onyx 1640. Das war schon recht gut, da hier jeder Kanal zwei semiparametrische Mitten hatte, mit denen man schon viel anfangen konnte. Zusätzlich hatte dieser Mischer sagenhafte 6 Auxwege, wodurch man gleichzeitig ein externes Reverb, ein externes Delay und weiterhin 4 von einander unabhängige Monitorwege belegen konnte. Für die damalige Zeit einzigartig war die Möglilchkeit, über ein Firewire-Kabel alle Kanäle getrennt voneinander auf einem angeschlossenen PC mitzuschneiden. Nach ein paar Jahren kam dann wegen notorischer Kanal-Knappheit ein zweiter Mackie Onyx 1640 dazu. Das Siderack wuchs und wuchs, ein externer Kompressor nach dem anderen wurde angeschaft, und als dann 4 Monitor-Wege nicht mehr ausreichten kam ein Yamaha-GA32/12 als Monitorpult dazu. Als es dann in Summe so ca. 30 HE-Racks für zusätzliche Effekte, Kompressoren, EQs, Recording usw. waren, und nunmehr drei Pulte da standen und mit insgesammt 64 Kanälen kam schnell der Wunsch nach einem digitalen Pult auf.

-to be continued....

 

Folgende Bands habe ich auf diversen Veranstaltungen bisher live abgemischt (Stand August 2012):

  • The Mad Flies (Nortorf) Blues / Rock
  • Die Fliederbären (Gnutz)
  • Sweet-Soft & Lazy (Oldenburg) leider aufgelöst
  • HeeBeeGeeBees (Oldenburg) Folk
  • Föllig-Out (Kiel) Norddeutscher Rock
  • Toxy-City (Dätgen) Coverband S.o.a.d., leider aufgelöst
  • Nobodys Wife (Owschlag) Coverband Rock, leider aufgelöst
  • The Flow (Bordesholm) Rock, leider aufgelöst
  • Catweasel (Boostedt) Irish Folk
  • The Vang (Neumünster) Poprock
  • Relentless (Bordesholm) Deathmetal
  • Cross-Over (Gnutz) Coverband Pink-Floyd
  • Die Holler House-Band (Oldenburg) Poprock
  • B5 (Bredstedt) Coverband Blues & Rock
  • Ton-in-Ton (Gnutz) Acapella
  • Dead Rabbits (Hamburg) Rockabilly
  • Gnadenlos (Krempe) Coverband Rock
  • The Headstones (Hamburg) Funk & Soul
  • Behind the Eightball (Hamburg) Rockabilly
  • LKH plus H (Krempe) Akustik-Quartett
  • Merlot (Kiiel) Akustik-Trio
  • Salian (Rendsburg) Progessive-Rock

ich hoffe es kommt noch die eine oder andere Band hinzu...